Laufen beim Dextro Energy Triathlon 2012

Fortsetzung von Radfahren beim Dextro Energy Triathlon 2012 in Hamburg

Das Laufen war eine echte Erfahrung. Vom Rad runter, ging es auf die wunderschöne Laufstrecke an der Elster.Und hier ein Bild von der Laufstrecke.

Nach der Wechselzone ging es erst einmal über die Binnenalster. Die Brücke hatte nur eine minimale Steigung, fühlte sich aber echt anstrengend an. Nach der Brücke ging es dann hübsch an der Alster lang und dann in ein Wohnviertel. Da bin ich an einer Frau vorbei gelaufen mit der ich auch gestartet bin und meinte zur allgemeinen Aufheiterung „ist nicht mehr weit, gleich haben wir’s geschafft“ 😀 Fand Sie wohl recht witzig, meinte aber auch das wir wohl doch noch ein Stückchen müssten.

Dann ging es erst einmal weiter durch das Wohnviertel. Schön war, das die Organisatoren Schilder aufgestellt hatten, an welchem Kilometer man sich befindet. Doof war, das da erst Kilometer Drei stand. Bis da hatte ich nämlich das Gefühl, das meine Beine schwer wie Blei waren und ich irgendwie nicht voran kam. Ab Kilometer Vier habe ich dann angefangen mir wieder Pacemaker zu suchen. Also wieder irgendwen vor mir als Ziel genommen und den dann versuchen zu überholen. Das hat gut geklappt. Ich hatte immer welche vor mir, die ich auch irgendwann gekriegt habe und dann….. habe ich mir eine ausgesucht, an der habe ich mir die Zähne ausgebissen. Mein Ziel war es die Frau mit dem schwarzen Shirt zu überholen. Gedacht, getan. Oder besser gesagt ich habe es versucht. Die war einfach sooooo schnell.

Zwischen Kilometer  Sieben und Acht habe ich dann mal geguckt mit welcher Pace ich unterwegs war. 4:35….. WAT?!?!?!? Das kann nicht sein. Aber es war wohl so, das ich durch das Tempo das mein Ziel vorgelegt hat, sehr schnell unterwegs war und dann doch wohl etwas langsamer werden sollte. Aber ging ja nicht. Sie lief immer noch vor mir her.

Ab Kilometer Neun, habe ich mir dann ein neues Ziel suchen müssen. Ich hab die nicht mehr gekriegt. Die war einfach zu fix unterwegs und mein Oberschenkel fing auch langsam wieder an zu krampfen. Deswegen Tempo etwas raus und auf den Zieleinlauf vorbereiten….

Und da war Sie. Die Poststrasse auf dem Weg zum Rathausmarkt. Das Ziel. Die letzten Meter habe ich dann noch einmal alles gegeben, begleitet von Kommentaren wie….“ das sieht gut aus“… oder… „der kann noch, sieht aus als hätte er nix gemacht“…. oder „komm Junge, den vorne kriegste noch“ 😀 Angespornt von den Kommentaren lief ich was noch ging und bin dann im Ziel eingelaufen.

Im Ziel war ich dann sehr geflasht von dem Empfang der Massen. Die Tribünen haben gejubelt als wäre Andreas Raehlert gerade eingelaufen. Ich habe meine Medaille empfangen und war echt erleichtert. Ich habe meine erste olympische Distanz geschafft. Ich war durch. Fertig 😀 Und da hat es mich auch nicht gestört, das mein Kumpel sagte, wo bist Du gewesen!?

Als Resumee kann ich nur sagen, in Hamburg zu starten ist ein einzigartiges Erlebnis und jeder der irgendwann mal eine olympische Distanz starten möchte (oder Volksdistanz) sollte mal überlegen dorthin zu fahren. Es ist unglaublich und ich möchte dieses Erlebnis nicht missen und dient für mich persönlich als weitere Motivation mit diesem fantastischen Sport weiter zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.