Schlagwort-Archive: Training

Einen Triathlon durchstehen: Vorbereitung für Anfänger

Erst schwimmen, dann Radfahren und schließlich auch noch laufen – gerade für Anfänger stellt ein Triathlon oft eine große Herausforderung dar. Viele fragen sich früher oder später, ob sie das überhaupt schaffen können. Und ob ihr Körper den Belastungen gewachsen ist. Wie du mit einer guten Vorbereitung einen Triathlon durchhalten und dabei Gelenke und Muskeln weitestgehend schonen kannst, erfährst du hier. Weiterlesen

Noch 181 Tage

Ein schöner Tag um heute mal wieder den Sonntag zu nutzen um mal eine längere Einheit einzuschieben.
Deshalb habe ich heute erst einmal entspannt das Training begonnen mit einer 45 Minuten Schwimmeinheit. Naja, Schwimmeinheit ist nicht der richtige Ausdruck. Das Wasser hatte vom Vortag wohl noch die Temperatur des Warmbadestages. Heißt angenehme Badewannentemperatur. Dementsprechend voll war das Bad auch und ich konnte mich zwischen rückenschwimmenden Rentnern, einem quasselnden Mädchenpärchen oder kleinen Kindern die das Schwimmen gerade lernen wählen. Naja, dann fällt Techniktraining heute aus und ich habe mich dann einfach darauf konzentriert niemanden beim schwimmen zu verletzen. Hab dann einfach ein paar Intervalle eingeschoben und ansonsten bin ich so vor mich hingeschwommen.

Danach bin ich schnell nach Hause gefahren, habe mich umgezogen und bin dann laufen gegangen. Heute standen 01:40 laufen auf dem Plan, also schön entspanntes Laufen. Nun ja, wäre da nicht der gestrige Tag gewesen, da waren wir schick im Sauerland mit den MTB’s und sind da durch die Berge geballert. Als ich dann wieder zuhause war, musste ich mich auch schon wieder fertig machen, hatte direkt einen Termin und im Anschluss kam dann mein Patenkind vorbei….. „“ich will jetzt im Mittelfeld spielen, das heißt ich brauche jetzt Kondition. Das heißt wir müssen jetzt laufen.“ Gesagt, getan. Laufklamotten an und noch mit dem Kurzen 5 Kilometer gelaufen. Paar Liegestütze und gut war. Dann konnte ich endlich Wochenende einleiten und mich auf die heutige Trainigseinheit freuen.

Eigentlich hätte ich morgen einen Trainigsfreien Tag, aber ich hab die Chance, bei einem Fortgeschrittenen Kurs fürs Kraulen mit zu machen. Das heißt, morgen wieder in die Schwimmklamotten und mal analysieren lassen, woran ich noch arbeiten muss.

Ironman…. ich komme!

Jetzt bei Amazon kaufen

BMW Frankfurt Marathon 2012

28.10.2012, 07:00 Uhr

Ein schöner Sonntagmorgen. Der Blick aus Hotelzimmerfenster verspricht das dies ein schöner Tag werden muss. Die Sonne scheint, keine Wolke am Himmel. Was kann es besseres geben? Aber halt! Da war noch was. Ach ja. Ich bin ja nicht zum Vergnügen hier, sondern um in Frankfurt meine Medaille für den gelaufenen Marathon abzuholen. Das Problem daran, zwischen mir und der Medaille liegen noch 42195 Meter. In Worten, Zweiundvierzigtausendeinhundertfünfundneunzig Meter. Das ist ungefähr einmal von Warendorf nach Telgte und zurück.  Zu Fuß! Joggender weise. Wie kam ich noch mal auf diese Schnapsidee?

Naja, zurück zum Thema. Da war ich nun. Samstag angereist um dann in mein Hotel einzukehren. Ich bin im Meininger Hotel gewesen. Ganz in der Nähe vom Messegelände. Also sehr gut gelegen und das Hotel war auch vollkommen in Ordnung. Ich brauchte ja auch nur ein Bett um am nächsten Tag frisch zu sein. Hatte keine Lust, morgens nach Frankfurt zu fahren. Viel zu weit. Und hätte meiner Nervosität bestimmt auch nicht gut getan.

In Frankfurt angekommen, bin ich dann auch nach dem Check-in direkt rüber gegangen zum Messegelände um meine Startunterlagen zu holen. Als ich mich dann endlich zu Recht gefunden hatte, habe ich meine Unterlagen auch recht zügig bekommen. Alles nach Startnummern aufgeteilt, kein langes Warten.  Das war schön und so hatte ich auch noch Zeit etwas über die Messe zu schlendern. MEIN GOTT war das voll. Ich bin dann noch ca. eine Stunde über das Messegelände geschlendert und habe mich dann auf den Weg zurück zum Hotel gemacht. Musste ja noch eine kleine Runde drehen.

Zurück im Hotel, schnell in die Laufklamotten geschmissen und noch eine kleine Muskel-geschmeidig-halten-Runde gemacht. Laut Trainingsplan sollte ich noch eine kleine GA I Runde von 20 -25 Minuten machen. Gesagt, getan. Das war echt ganz schön, noch ein bisschen zu laufen. So konnte ich die Autofahrt verarbeiten, konnte mich noch mal auf den folgenden Tag vorbereiten und so langsam kam ich auch in Stimmung das Abenteuer Marathon zu bewältigen. Ich fühlte mich echt gut. Hatte das Gefühl, jau…. das kannst Du echt packen.

Nach der kleinen Runde bin ich schnell unter die Dusche um dann noch schnell zu schauen, wo ich noch meine Dosis Kohlenhydrate in Form von Nudeln her bekommen konnte. Gut das das Personal im Meininger Hotel sich auskannte und mir dann einen netten Asia Imbiss empfohlen hat. Das MoschMosch. Lag 500 Meter vom Hotel, also zack rüber und eine große Portion gebratene Nudeln mit Hähnchen bestellt. Und ich kann euch sagen. Die Portion war echt groß und echt lecker. Als Nachtisch gab es dann noch Kohlenhydrate Banane im Teigmantel mit Honig.

Voll gefuttert  ab ins Hotel, alles vorbereitet und dann ging es ins Bett. Die Nacht war ganz okay. Wie eine Nacht sein kann, wenn man weiß was einen am nächsten Tag erwartet.

Und dann war er da. Der Marathon Sonntag.  Wie oben schon geschrieben, Wetter war echt schick. Kalt (2 Grad) aber sonnig. Was will man mehr. Also rein in die Klamotten, die erste Portion Chiasamen Gel getankt  und ab zum Frühstück. Schnell was gegessen und dann die Sachen die ich nicht mehr brauchte zum Auto gebracht.

Als alles verstaut war, bin ich rüber zum Messegelände. Ich kann gar nicht beschreiben, wie das Gefühl war. Anspannung, Nervosität, Aufregung, Angst, Zweifel. So ein reiner Gefühlscocktail. Was ist wenn ich es nicht schaffe? Du schaffst das! Und was ist, wenn ich einen Krampf habe? Funktioniert die Zeitnahme auch mit Chipband? Tausende Fragen. Aber jetzt war es zu spät. Jetzt war ich schon mal da. Umdrehen wäre jetzt auch blöd. Auf dem Gelände angekommen, habe ich meine Sachen im Kleiderbeutel verstaut und dann abgegeben.

Auf zum Start. Aber wart mal. Wo ist der Start??? Das kann ich euch als Tipp mitgeben, sucht euch vorher den Weg zum Start. Ihr spart euch echt Nerven. Da das Messegelände ja nicht gerade klein ist, habe ich einfach versucht mich an der Masse zu orientieren und habe dann auch irgendwann den Start gefunden.

VERDAMMT!

Wie viele Leute da waren. Unglaublich. Aus den Lautsprechern kam die Ansage, ausgebucht …. 16038 Teilnehmer…. Hammer. Die wollen alle gleich starten. Jetzt konnte ich auch verstehen warum in 3 Wellen gestartet wurde.

Ich musste bis zum Ende der Startblöcke, da ich neu war und eine Zeit (4:45) angegeben hatte, die  mich im letzten Block qualifizierte. Also ab nach hinten und etwas warm laufen. Das war auch bitter nötig, denn es war echt kalt. 2 Grad und bei uns im Startblock ging ein zügiger Wind. Deswegen bin ich erst einmal Straße rauf, Straße runter gelaufen, bis ich warm war.

Und dann ging alles recht schnell. 10:00 Uhr die Elite startet…..

10:10 Uhr die nächste Welle…..

10:20 Uhr……. das war mein Start…………….

Unglaublich….

8 Wochen Training, reicht das? Kommst Du an? Die ersten Schritte gemacht….. Pulsuhr gestartet nachdem ich durch einen Torbogen gelaufen war….. Doof war nur das das der Startbereich für den Minimarathon war. Gut war, das mir ein Helfer das noch gesagt hat. 😀

Also Pulsuhr noch einmal schnell resettet und dann kam ich am richtigen Start an. Und dann war ich auf dem Weg.

Jetzt gab es kein Zurück mehr. 42195 Meter zu laufen. Umkehren unmöglich. Jetzt galt es. Schaffen oder liegen bleiben. Aufgeben war keine Option. DNF (Did not finish) keine Option. Also Augen zu und durch.

Die ersten Kilometer waren schnell gelaufen und ich musste mich ab und zu zurück nehmen. Ich hatte mir ja vorgenommen, ich schaffe den Marathon in 4:45. Top wäre wenn ich den in 4:30 schaffen würde. Also musste ich ungefähr eine Pace von 6:25 halten. Und da ich zwischenzeitig bei einer Pace von 3:45 – 4:50 war musste ich mich bremsen. Immer mit dem Hintergedanken da kommen noch ein paar Kilometer. Lass Dich nicht anstecken von den anderen Läufern. Die siehst Du wieder. Deswegen runter vom Tempo.

Was mir sehr geholfen hat bei diesem Marathon war der Tipp von Norman Bücher (Buchtipp: Extrem die Macht des Willens). Ich laufe keine 42,195 Kilometer. Sondern 8 x 5 Kilometer plus 2,195 Kilometer. So erschien mir die Strecke nicht unschaffbar. Mein Kopf konnte das einfacher verarbeiten, als die Gesamtstrecke. Was sind schon 5 Kilometer?

Und so habe ich die Kilometer runter gezählt und den Lauf wirklich genossen. Ich habe mir beim Laufen Frankfurt angeschaut, habe das Wetter genossen und bin einfach gelaufen. Und ob Ihr es glaubt oder nicht. Das hat wirklich Spaß gemacht. Ich glaube auch das ist der Trick. Mann muss es einfach nur genießen. Es nicht als Anstrengung sehen.

Dann kam ich bei der Halbmarathon Messstrecke an und war total glücklich, es schon bis hierher geschafft zu haben. Nur noch mal die gleiche Strecke. Dann hab ich es gepackt.

Bei Kilometer 30 hatte ich Angst. Angst vor dem berühmten Mann mit dem Hammer, aber er blieb aus. Hab dann noch mit ein, zwei Läufern gesprochen, wir haben uns gegenseitig aufgemuntert, das es nicht mehr weit ist. Gleich sind wir da. Ziel konnte man ja schon sehen. Und so weiter.

Mehr und mehr konnte ich dann die ersten Ausfälle beobachten. Läufer mit Krämpfen oder Leute die dann angefangen haben zu gehen. Diesen Leuten verdanke ich einiges. Die haben mich animiert immer weiter zu laufen. Denn gehen war auch keine Option. Also habe ich mir immer die Geher als Ziel genommen und die überholt. Und so ging es dann auf die letzten Kilometer.

Ich kann euch sagen, ab Kilometer 40 war es nur noch die Hölle für mich. Ich wollte nur noch ins Ziel, ich wollte fertig sein. Meine Knie fingen an richtig weh zu tun, mein linkes Bein machte Anstalten zu krampfen. Was es Gott sei Dank nicht getan hat. Und ich hatte echt genug. Noch nie waren 2,195 Kilometer soooooo unendlich lang. Und dann kam es, ich konnte es erkennen. Da war der Zielbogen. Nicht mehr weit. Kilometer 41. Oh Mann! Nur noch 1,195 Kilometer. Die Menschen um mich herum haben jeden einzelnen angefeuert. Das war unglaublich. Ich war auf einmal so unglaublich gerührt. Ich schaffe das! Marathon! 42,195 Kilometer! Dann das 42 Kilometer Schild! Einlauf in die Festhalle!  Cheerleader! Tobende Massen!

Und dann war ich im Ziel!

Dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Jetzt wo ich das schreibe, versuche ich die passenden Worte zu finden. Ich habe einen Marathon geschafft! Einen MARATHON!!!!!!!

Im Ziel habe ich dann erst einmal den Usain Bolt gemacht! Ich fühlte mich wie Usain Bolt der Langstrecke!!!!

Dieses Gefühl hat mich echt überwältigt. Ich kann es immer noch nicht fassen. Ich denke ich werde auch noch etwas brauchen um das zu verarbeiten. Aber das wichtigste kam noch….. Die Medaille 😀

Die habe ich mir dann natürlich direkt geholt, umgebunden und geküsst. 😀

Ich kann nur jedem der mal mit dem Gedanken gespielt hat, einen Marathon zu laufen, es unbedingt zu probieren. Dieses Gefühl durch’s  Ziel zu laufen ist einzigartig. So etwas vergisst man nie……..

Frankfurt Marathon 2012

oder… ein weiterer Schritt in Richtung IRONMAN 2013

Da ist es, das Ziel vom Frankfurter Marathon. Okay, das ist das Bild aus dem letzten Jahr,  aber ich denke so ähnlich wird das dieses Jahr auch aussehen. Und in diesem Jahr werde ich da durch laufen.

Nach jetzt fast 8-wöchiger harter Vorbereitungszeit bin ich auch froh wenn es ENDLICH los geht. Ich bin schon echt aufgeregt was denn Marathon angeht.

Aber warum mache ich das? Er mal sind das nur weitere Mosaikteilchen auf dem Weg zum „Projekt Frankfurt„. Und natürlich weil ich diese Medaille bei mir im Regal hängen haben möchte. 🙂
Neeee eigentlich geht es darum, heraus zu bekommen wie sich das anfühlt einen Marathon zu laufen. Der Marathon ist ja bekanntlich die letzte Disziplin beim Ironman und da kann es wohl nicht schaden, schon mal den Kopf mental drauf vorzubereiten. Naja, gut. Ist vielleicht nicht direkt vergleichbar, weil man vorher ja noch eine kleine Radtour von 180 km macht und davor noch etwas rumplanscht. Aber ich habe mir vorgenommen, diesen Marathon als Trainingslauf zu sehen. Ich habe auch eine sehr entspannte Zeit angegeben. 4:45 Stunden. Das sollte ja wohl machbar sein. 😀

Auf diesen Marathon habe ich mich dann auch jetzt knapp 8 Wochen vorbereitet, mit einem Plan aus der Buchreihe „Triathlon Knowhow„. Ich kann Euch sagen, manche Einheiten waren echt anstrengend. Also der Plan ist nach dem 3:1 Prinzip aufgebaut. 3 Wochen richtig anstrengen, 1 Woche etwas weniger. Etwas weniger heißt man hat dann 2 Ruhetage. Ansonsten hat man einen Tag, der auf den Montag fiel.

Was mir besonders an dem Plan gefallen hat, das man nicht nur laufen musste, sondern auch darauf geachtet hat, das man die anderen Sportarten als Ausgleich mit dabei nimmt. Da werden dann mal Radeinheiten von 3-4 Stunden dabei gepackt um die Grundlagenausdauer zu trainieren. Oder Schwimmeinheiten.

Manchmal habe ich mir echt gedacht, warum tu ich mir das immer an. Aber auf der anderen Seite habe ich dann immer wieder das große Ziel vor Augen, das ich ja ab Dezember eigentlich noch viel, viel mehr trainieren muss. Somit ist dieses Training schon mal eine gute Vorbereitung gewesen auf das was mich noch erwartet….