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Dextro Energy Triathlon 2012 Hamburg

22. Juli 2012 Dieses Datum….. Das werde ich wohl erstmal nicht mehr so schnell vergessen. Endlich war das Wochenende gekommen, wo ich meine erste olympische Distanz starten wollte. Und ich kann euch vorab schon sagen, ich hab es getan. Aber eins nach dem anderen.

Freitag, 20.07.2012

Bis mittags war ich auf der Arbeit und bin dann schnell nach Hause gefahren, damit wir uns auf den Weg nach Hamburg machen konnten. Wir hatten das Motel One am Michel gebucht. Vorsichtshalber haben wir das von Freitag bis Sonntag gebucht, damit wir erst einmal entspannt ankommen konnten und weil das vom Hotel wegen irgendwelcher Kontingente vorgeschrieben war.

Das heißt wir hatten erst einmal einen freien Abend und konnten erst einmal Hamburg erkunden. Da wir eh hungrig waren von der Fahrt, sind wir dann auch los und hatten das Glück das in Hamburg die Dom Kirmes war. Also konnten wir über die Kirmes und uns da mit Putenspießen versorgen. Nach dem Essen, sind wir noch kurz über die Reeperbahn geschlendert, haben uns etwas dort umgesehen und dann sind wir zurück ins Hotel. In der Lobby haben wir uns dann noch 1-2 Bier getrunken und sind dann in die Zimmer gegangen.

10€ Gutschein bei Lauf-Bar

 Samstag, 21.07.2012

Morgens aufgestanden, sind wir dann erst einmal zum Frühstück gegangen und haben uns dann erst einmal am Buffet bedient. Es war alles vorhanden was man braucht um einen guten Start in den Tag zu haben. Obstsalat, Quark und Kaffee. Ein Gewinnerfrühstück. Als wir das Frühstück abgeschlossen hatten, haben wir uns auf den Weg gemacht um uns unsere Startunterlagen zu besorgen. Das Ganze war sehr gut organisiert, man musste nicht lange auf seine Unterlagen warten. Lag vielleicht auch daran, das wir recht früh da waren.

Um die Zeit rum zu bekommen, sind wir dann erst einmal weiter und haben uns die Messe angesehen, haben uns mit einer Frau von Lemonsports.com unterhalten und einen Hoody rausgeleiert. Oder besser gesagt, wir haben mit Ihr gesprochen und bekommen hoffentlich einen. 😀

Nachdem wir so durch die Messestände gegangen sind, haben wir uns aufgemacht, noch eine entspannte Runde mit dem Rad zu fahren. Wir sind dann ca. 40 Minuten durch Hamburg gefahren und dann wieder zurück zum Hotel, weil wir uns ja den Start der Elite auf der Sprintdistanz, anschauen wollten.

Fix frisch gemacht, haben wir uns dann auch wieder auf den Weg gemacht um noch einen guten Platz beim Start zu bekommen um zu sehen, wie die Profis starten. Das ist schon beeindruckend wenn die los legen. Kaum war der Start erfolgt, sind wir fix rüber zur Wechselzone um zu sehen, wie die Elite aus dem Wasser kommt und dann aufs Rad steigt. Und was soll ich sagen? Das ist der absolute Wahnsinn, wie die aus dem Wasser kommen und Sekunden später schon auf dem Rad sitzen. So schnell will ich auch Wechseln können. 😀

Nachdem die dann mit dem Rad ein paar Mal an uns vorbei geschossen sind, kam dann noch der Wechsel zum Lauf und der war natürlich genauso schnell. Am Ende hat dann Richard Murray mit einer beeindruckenden Zeit von 00:51:48 das Rennen für sich entschieden. Als Zweiter kam Javier Gomez ins Ziel und auf Platz Drei ist der Deutsche Steffen Justus gelandet. Es ist auf jeden Fall großartig mit anzusehen, wie Profis da durch fliegen.

Als die Profis fertig waren, haben wir noch etwas im Alex gegessen und sind dann auch wieder zurück zum Hotel weil ja morgen unser Start war.

 

WechselzoneSonntag, 22.07.2012

Und da war er. Der große Tag. Erstaunlicherweise habe ich verdammt gut geschlafen. Die Tage vorher war ich so extrem nervös, das ich kaum geschlafen habe und die Nacht vor dem Wettkampf schlafe ich wie ein Baby. Verrückt 😀

Um 06:30 Uhr sind wir dann zum Frühstück gegangen und haben uns wieder ein Gewinnerfrühstück rein gezogen. Quark mit Obstsalat und Müsli. Und natürlich Kaffee. Mehr ging aber auch nicht rein. Mein Magen wollte nichts aufnehmen. Lag vielleicht auch etwas an der Aufregung.

Dann sind wir ab ins Zimmer, haben die Sachen gepackt und sind dann los zur Alster wo der Schwimmstart dann war. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie aufgeregt ich war. Tausend Gedanken sind mir durch den Kopf geschossen. Schaffe ich das, wie wird das schwimmen sein, kriege ich den Neoprenanzug aus, wie wird der Wechsel, halten die Beine… Und dann ging alles wie im Fluge.

Räder einchecken, Wechselzone einprägen, Platz vorbereiten. In Hamburg muss man darauf achten, das die Sachen alle in einer „Postbox“ landen. Also muss man da schon die Reihenfolge, wie man die Klamotten benötigt, schon durchdenken und die Sachen in die vorbereitete Kiste legen.
Als Tipp kann ich euch mitgeben, nehmt Euch irgendwie Schlappen oder ähnliches mit wenn Ihr zum Schwimmstart geht. Das kann schon mal ein Stück sein, wenn Euer Rad etwas weiter weg steht. Nichts wäre schlimmer, als wenn man nicht starten kann, weil man vorher in eine Scherbe oder ähnliches reingetreteten ist.

Dann haben wir unsere Klamotten, die wir nicht in der Wechselzone benötigt haben, in die Kleiderbeutel gepackt und sind zum Startbereich gegangen. Wir hatten noch etwas Zeit und haben uns die Startgruppen vor uns angesehen.

Umso näher unser Start kam, umso aufgeregter wurde ich. Das hat sich dann auch bemerkbar gemacht, als ich meinen Neo anziehen wollte. Den habe ich erst einmal verkehrt herum angezogen. 😀  Das sorgte dann erst einmal für Gelächter. Nachdem wir uns umgezogen haben, haben wir die restlichen Klamotten zu den Zelten gebracht wo die Bekleidungsbeutel gesammelt worden sind.

Auch hier hat sich meine Nervosität wieder einmal gezeigt, weil ich meine Schwimmbrille wie ein Irrer gesucht habe. Dabei hatte ich die vorsichtshalber schon um meinen Hals gehängt. Oh Mann! Wie sollte dann der Start laufen. Nicht das ich in die verkehrte Richtung schwimme. Jetzt standen wir da, nur noch eine Gruppe vor uns…. Und dann ging es in die Startzone. Den blauen Teppich runter und ab zum Wasser. Da konnten wir sehen wie die Gruppe vor uns startet….

Fortsetzung im nächsten Blogeintrag: Schwimmen beim Dextro Energy Triathlon 2012

 

Schwimmen beim Dextro Energy Triathlon 2012

Fortsetzung von Dextro Energy Triathlon 2012 in Hamburg

Dann waren wir dran. Wir konnten uns dann schon mal ins Wasser um uns warm zu schwimmen. Brrrrr bei 17 Grad. Ich war froh das ich meinen Neo anhatte. Ein paar Unerschrockene hatten keinen an und denen zolle ich meinen vollen Respekt.

Noch 5 Minuten bis zum Start!

Erst einmal warm schwimmen und mich an die Temperatur gewöhnen. Ein paar Bahnen gezogen und es lief erstaunlich gut. Vielleicht überlebe ich die 1,5 Kilometer ja sogar.

Noch 3 Minuten bis zum Start!

Jetzt bin ich echt kribbelig. ABER ich verspüre auf einmal eine entspannende Ruhe in mir. Ich hab mir noch einmal bewusst gemacht, wieviel ich trainiert habe und das ich die Strecke jetzt auch oft genug zurück gelegt habe. Noch kurz einmal ans Schwimmtraining gedacht, Technik überlegt, wieder verworfen. Alles was ich jetzt technisch nicht kann, kommt beim Wettkampf auch nicht mehr. Noch einmal die Strecke gecheckt. Bis hinter die Brücke… dann um die Bojen… NICHT an den Bojen nach der Brücke schwimmen, weil Umweg, dann wieder unter einer Brücke her und da ist dann auch der Ausstieg.

1 Minute bis zum Start!

Konzentration!

GOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!!!!!!!!!!!!!

Nach einem Countdown ging es dann mit Linkin Park „Burn it down“ auf die Schwimmstrecke. Beim Start war das wie die Erlösung. Ich bin los geschwommen und die gesamte Anspannung der letzten Tage fiel von mir ab. Ich kam recht gut in meinen Rythmus und kam gut voran. In meinem Startpulk war es erst anfänglich etwas schwierig den Platz zu finden den ich benötigt habe, aber es ging.

Nach ca. 300 Metern war ich kurzzeitig etwas irritiert, weil mir mein Vordermann erst einmal voll auf die Nase getreten hat und ich kurzzeitig das Gefühl hatte meine Nase würde bluten. Aber war nicht so. Also habe ich zum überholen angesetzt und den fiesen Treter hinter mir gelassen.

Günstige Neoprenanzüge?

Zwischendurch habe ich mal versucht mich zu orientieren, wo ich im Feld so ungefähr liege. Vor mir waren Schwimmer, hinter mir waren auch noch Schwimmer. Also bin ich nicht letzter. 😀 Unter der ersten Brücke dann, das unglaubliche. Da war einer mit einer weißen Badekappe…. Wart mal…. Weiße Badekappe? Meine Startgruppe hatte goldene Badekappen auf. Die Startgruppe vor uns….. die hatten weiße Badekappen auf. Juhhuuuuuu, ich überhole gerade einen aus der Gruppe vor uns. Das hat mir dann noch einmal einen extra Schub Motivation gegeben. Bei den Bojen angekommen, ging es dann auch schon wieder zurück. Hälfte war also geschafft. Jetzt nur noch zurück und raus aus dem Wasser.

Ich habe es mir irgendwie angewöhnt zum Ende hin, mir immer einen Schwimmer vor mir zu suchen um den dann zu überholen. Auch auf dieser Strecke. Da war ein Schwimmer mit einem blauen Trisuit der mich frecherweise überholt hat. Das konnte ich mir ja so nicht gefallen lassen. Also habe ich versucht immer schön an dem dran zu bleiben und den dann bei nächstbester Gelegenheit hinter mir zu lassen.  So war der Plan, aber der vor mir hat echt gekämpft. Zu unserem internen Showdown kam es dann unter der letzten Brücke. Der blaue Trisuit verfiel unter der Brücke auf einmal in Brustschwimmen und da habe ich meine Chance gewittert. Ich nochmal alles zusammen gerissen und dann noch einmal Gas gegeben. Das hat der wohl gemerkt und wollte nicht das ich Ihn überhole, also hat der auch noch einmal richtig Gas gegeben. Aber, da er wohl nicht mehr so wirklich konnte, hat der dann auf einmal nachgelassen und ich konnte dann an ihm vorbei ziehen. Mann! Das war echt hart. Vielleicht auch zu hart, aber das würde ich dann beim Ausstieg noch zu spüren kriegen.

Da war er der Ausstieg. Nur noch knapp 50 Meter und dann gehts in die Wechselzone. Die schier unendliche Wechselzone. Als ich dann am Anstieg ankam, wollte ich wohl etwas überhastet aus dem Wasser raus und hab irgendwie mein linkes Bein zu schnell, komisch auf die Plattform hieven wollen. Das fand mein Oberschenkel garnicht witzig und BAAAAMMMMM hab ich einen Krampf gekriegt. KRAMPF! habe ich geschrien und einer der netten Ausstiegshelfer hat mich erst einmal rausgewuchtet aus dem Wasser. Vielen Dank noch mal dafür.

Dann musste ich erst mal durch die unendlichen Weiten der Wechselzone. In einem Bein der Krampf und der Neo wollte auch nicht aufgehen. Nach den ersten paar Metern wurde ich dann doch langsam panisch. Geh auf Du blöder Neo! Nach gefühlten 500 Metern, hatte ich den Neo dann endlich auf, halb herunter gezogen und weiter ging es. Bis zu meinem Stellplatz X – 100. Da musste ich mich dann erst einmal kurz aufregen. Da hat sich doch echt noch einer zwischen unsere Räder gestellt und sein Rad so blöd dahin gestellt, das ich kaum an mein Rad kam. Egal. Schnell ein Gel eingeworfen, Helm auf, Radschuhe an und Brille auf. Noch einen Schluck getrunken und weiter gings.

Fortsetzung im nächsten Blogeintrag: Radfahren beim Dextro Energy Triathlon 2012

Radfahren beim Dextro Energy Triathlon 2012

Fortsetzung von Schwimmen beim Dextro Energy Triathlon 2012 in Hamburg

Die Radstrecke beim Dextro Energy Triathlon war recht gut zu fahren. Aber auch hier hätte etwas Recherche gut getan. Denn wenn ich vorher etwas Streckenanalyse gemacht hätte, dann hätte ich vorher gewusst das die Strecke auch „Berge“ enthält.

Naja, die Streckenbeschreibung war wie folgt:

Überwiegend flacher Rollerkurs mit drei 180° Wenden (Sprintdistanz: eine 180° Wende). Die Teilnehmer der Olympischen Distanz absolvieren zwei Runden; die Teilnehmer der Sprintdistanz absolvieren eine Runde. Technisch wenig anspruchsvoller Kurs mit Ausnahme der Wenden. Maximalsteigung 5% auf 2x 200m pro Runde. Sehr gute Asphaltverhältnisse. Die exakte Länge der Radstrecke beträgt 40,0km auf der Olympischen Distanz und 22,1km auf der Sprintdistanz.

Die Maximalsteigung von 5% kam mir irgendwie mehr vor und ich habe mich  nach dem Schwung aufs Rad bei den „Bergen“ doch gewundert warum ich da langsamer wurde.

Nach der ersten Wende war auch direkt ein Verpflegungstand, was mir sehr gefallen hat. Was  ich nicht so optimal fand, war das die Getränke in Pappbechern ausgegeben wurden. Das hat mein Verpfleger leider wohl auch gemerkt. Denn nachdem ich versucht habe, meinen Pappbecher zu greifen, hat der doch „etwas“ gespritzt und meinen Verpfleger ordenlich nass gemacht. 😀 Ein dickes Sorry dafür noch mal.

Ich bin also die Strecke zweimal gefahren und lag ganz gut in der Zeit. Gefühlt. Da ich keinen Tacho dabei hatte und mich vollends auf die Kilometer Schilder verlassen musste. Das ging auch, ist aber nicht schön. Deswegen, nächste Mal Tacho wieder mitnehmen. Nach der zweiten Runde ging es dann wieder in die Wechselzone. Da mein Tipp an Euch. Versucht nicht hinter einem anderen Triathlet abzusteigen. Mein Mitstreiter vor mir, hatte massive Probleme mit seinen Schuhen und seinem Rad und kam nicht so gut weg. Und dann musste ich halt hinter dem bleiben, weil kein Platz zum überholen war.

An meinem Parkplatz angekommen, habe ich erstmal mein Rad geparkt und war dann erst einmal etwas verwirrt, weil ich mich nicht entscheiden konnte ob ich die Brille jetzt auflasse oder nicht. Ich glaube ich hab die dreimal auf und wieder abgesetzt. Unnötiger Zeitverlust. Dann bin ich schnell in meine Schuhe reingeschlüpft und dann auch los gelaufen….

Fortsetzung im nächsten Blogeintrag: Laufen beim Dextro Energy Triathlon 2012

Laufen beim Dextro Energy Triathlon 2012

Fortsetzung von Radfahren beim Dextro Energy Triathlon 2012 in Hamburg

Das Laufen war eine echte Erfahrung. Vom Rad runter, ging es auf die wunderschöne Laufstrecke an der Elster.Und hier ein Bild von der Laufstrecke.

Nach der Wechselzone ging es erst einmal über die Binnenalster. Die Brücke hatte nur eine minimale Steigung, fühlte sich aber echt anstrengend an. Nach der Brücke ging es dann hübsch an der Alster lang und dann in ein Wohnviertel. Da bin ich an einer Frau vorbei gelaufen mit der ich auch gestartet bin und meinte zur allgemeinen Aufheiterung „ist nicht mehr weit, gleich haben wir’s geschafft“ 😀 Fand Sie wohl recht witzig, meinte aber auch das wir wohl doch noch ein Stückchen müssten.

Dann ging es erst einmal weiter durch das Wohnviertel. Schön war, das die Organisatoren Schilder aufgestellt hatten, an welchem Kilometer man sich befindet. Doof war, das da erst Kilometer Drei stand. Bis da hatte ich nämlich das Gefühl, das meine Beine schwer wie Blei waren und ich irgendwie nicht voran kam. Ab Kilometer Vier habe ich dann angefangen mir wieder Pacemaker zu suchen. Also wieder irgendwen vor mir als Ziel genommen und den dann versuchen zu überholen. Das hat gut geklappt. Ich hatte immer welche vor mir, die ich auch irgendwann gekriegt habe und dann….. habe ich mir eine ausgesucht, an der habe ich mir die Zähne ausgebissen. Mein Ziel war es die Frau mit dem schwarzen Shirt zu überholen. Gedacht, getan. Oder besser gesagt ich habe es versucht. Die war einfach sooooo schnell.

Zwischen Kilometer  Sieben und Acht habe ich dann mal geguckt mit welcher Pace ich unterwegs war. 4:35….. WAT?!?!?!? Das kann nicht sein. Aber es war wohl so, das ich durch das Tempo das mein Ziel vorgelegt hat, sehr schnell unterwegs war und dann doch wohl etwas langsamer werden sollte. Aber ging ja nicht. Sie lief immer noch vor mir her.

Ab Kilometer Neun, habe ich mir dann ein neues Ziel suchen müssen. Ich hab die nicht mehr gekriegt. Die war einfach zu fix unterwegs und mein Oberschenkel fing auch langsam wieder an zu krampfen. Deswegen Tempo etwas raus und auf den Zieleinlauf vorbereiten….

Und da war Sie. Die Poststrasse auf dem Weg zum Rathausmarkt. Das Ziel. Die letzten Meter habe ich dann noch einmal alles gegeben, begleitet von Kommentaren wie….“ das sieht gut aus“… oder… „der kann noch, sieht aus als hätte er nix gemacht“…. oder „komm Junge, den vorne kriegste noch“ 😀 Angespornt von den Kommentaren lief ich was noch ging und bin dann im Ziel eingelaufen.

Im Ziel war ich dann sehr geflasht von dem Empfang der Massen. Die Tribünen haben gejubelt als wäre Andreas Raehlert gerade eingelaufen. Ich habe meine Medaille empfangen und war echt erleichtert. Ich habe meine erste olympische Distanz geschafft. Ich war durch. Fertig 😀 Und da hat es mich auch nicht gestört, das mein Kumpel sagte, wo bist Du gewesen!?

Als Resumee kann ich nur sagen, in Hamburg zu starten ist ein einzigartiges Erlebnis und jeder der irgendwann mal eine olympische Distanz starten möchte (oder Volksdistanz) sollte mal überlegen dorthin zu fahren. Es ist unglaublich und ich möchte dieses Erlebnis nicht missen und dient für mich persönlich als weitere Motivation mit diesem fantastischen Sport weiter zu machen.

Wechselzone…. das unbekannte Wesen

Beim Triathlon geht es immer nur um das eine…….ZEITEN

Damit ihr in der Wechselzone nicht so viele Sekunden verschenkt, habe ich mal noch ein paar Tipps zusammen gesucht, die dieses Jahr bei mir auch wohl einmal ausgiebig getestet werden.

Vorbereitung der Wechselzone

Der große Tag ist da. Heute startest Du Deinen Triathlon.

Wenn Du Dir erst einmal einen Platz in der Wechselzone ergatterst hast, solltest Du Dir diese natürlich auch vorbereiten. Vielleicht helfen Dir ja folgende Tipps

  1. Richte Deinen Wechselplatz ein
    Jetzt stehst Du an Deinem Platz und solltest natürlich alles vorbereiten. Dazu gehören:

    • Laufschuhe vorbereiten
      Nach dem Radfahren, musst Du ja fix in Deine Schuhe rein kommen. Deshalb solltest Du Dir Deine Schuhe weit genug geöffnet hinlegen oder Du nimmst einfach Lock Laces. Das sind elastische Schuhbänder die quasi ein reinschlüpfen erlauben ohne das Du noch eine Schleife oder ähnliches binden musst.
    • Lege die Schuhe so hin, das Du schnell dran kommst.
    • Lege Deine Kleidung so hin  das Du der Reihenfolge nach reinschlüpfen kannst
      Wenn Du in der Wechselzone bist und einen Einteiler nicht Dein eigen nennst, solltest Du Dir Deine Rad- bzw. Laufkleidung so hinlegen, das Du der Reihenfolge nach hinein schlüpfen kannst. Das erspart Dir das lange zusammen suchen und Du hast einen Ablauf den Du trainieren kannst. Das solltest Du sowieso vorher 2 -12 mal trainiert haben, denn das schützt Dich vor unerwarteten Hindernissen, wie zum Beispiel ein verkehrt herum angezogenes Shirt oder ähnliches.
    • Mach Deine Wechselzone zu Deiner Wechselzone
      Dieser Tipp hat mir schon echt weiter geholfen. Du solltest Dir Deinen Wechselplatz gut einprägen. Das heißt, schau Dir die Umgebung an, merke Dir markante Punkte und geh die Strecke vom schwimmen und laufen ein zwei mal ab. Nichts ist schlimmer, wenn Du vom schwimmen kommst, aufgeregt Deinen Platz suchst und Dich dann verläufst. Das kostet Zeit. Als weiteren Tipp kannst Du Dir etwas auffälliges an Deine Wechselzone legen. Ein Handtuch oder ähnliches.

Wechselzone Schwimmen / Rad

Um nach dem Schwimmen ein paar Sekunden zu sparen, habe ich da folgende Sachen gefunden.

  1. Vergiss Deinen Puls
    Wenn Du aus dem Wasser kommst, bist Du natürlich vom Puls her in recht hohen Regionen.  Das geht mir auf jedenfall so.  Vergiss das einfach! Sobald Du erst einmal auf dem Rad bist, kannst Du entspannt los rollen und dann Deinen Puls wieder runter kriegen.
  2. Neo runter
    Wenn Du mit einem Neoprenanzug geschwommen bist, ist der weg vom Wasser zur Wechselzone schon einmal der optimale Weg das Ding zur Hälfte, also ungefähr bis zur Hüfte, runter zu ziehen. Wenn Du dann an Deinem Wechselplatz bist, versuche den Neoprenanzug nicht mit Gewalt herunter zu ziehen. Das bringt rein garnichts. Ausser das Dein Neo kaputt geht und Du Dich aus der zweiten Haut heraus quälst.
    Versuche den Neo herunter zu rollen. Solltest Du keinen sicheren Stand haben, setz Dich am besten hin. Und denk dran, wenn Du Dein Chipband um den Fuß gebunden hast, diesen vorher abzumachen. ABER… dran machen nicht vergessen.
  3. Helm auf!
    Nachdem Du Dich aus dem Neo gepellt hast, setze Deinen Helm auf und mach ihn direkt zu. Dann setz Deine Brille auf.
  4. Schuhe an
    Es gibt viele Tipps wie man am besten die Schuhe anziehen kann, da habe ich aber noch nicht genug Erfahrung mit. Ich habe einen Tipp gesehen wie man die Schuhe am besten befestigen soll. Man nimmt handelsübliche Gummibänder, befestigt die am Rahmen oder dem Umwerfer verbindet das alles mit den Schuhen. Und dann… soll man sich auf das Rad schwingen. Die Gummibänder sollten dann reißen und man kann in die Schuhe schlüpfen und los gehts. Soweit die Theorie.
    Ich habe dazu mal ein gutes Video bei youtube gefunden, was nicht nur das Schuhe anziehen zeigt…. Wechsel Schwimm auf Rad

Wechselzone Rad / Laufen

  1. Schuhe mit Babypuder ausstreuen
    Wenn Du auf Deine Laufsocken verzichten möchtest beim laufen, kann Babypuder Dir helfen das die Feuchtigkeit schnell aufgesogen wird. Ich hab das noch nicht ausprobiert, da ich bisher immer noch Zeit hatte in Socken reinzuschlüpfen.
  2. Startnummer nach vorne
    Da die Startnummer bei Rad fahren auf dem Rücken ist, ist es wichtig die Startnummer wieder nach vorne zu drehen. Ich habe mir dafür so ein Startnummernband geholt. Natürlich kann man die auch mit Sicherheitsnadeln befestigen, aber da kann das Papier / Pappe schnell einreissen. Um das zu verhindern, könnt Ihr die Einstichlöcher mit Tesafilm fixieren. Dann reißt das nicht so schnell.

So, das waren jetzt erst einmal wieder ein paar Tipps zur Wechselzone. Ich werde Ausschau halten und natülich auch einiges testen.